Bei den großen Netzwerken fängt es an

Ich habe einen Onlineshop für Aromen. Früher hatte ich auf der selben Seite einen Blog. Als ich aber die Produktion meiner Aromenlinie in Auftrag gab, dachte ich mir, ich mache einen Shop.

Erst wollte ich es kombinieren, aber dann beschloss ich jeglichen Bezug zum Dampfen aus der Seite zu nehmen.

Aber warum?

Nicht etwa aus Angst vor Anzeigen, denn meine Aromen sind eben einfach nur Aromen. Und daher nicht von der TPD2 erfasst.

Sondern weil mir Facebook, Google und Co. das Schalten von Werbeanzeigen verboten.
Begründet wurde dies, fälschlich damit, es handle sich um Tabakprodukte.

Aktuell wird der Shop überarbeitet, der Blog wird wieder rein kommen.

Warum?

Weil es egal war was ich mache, mir wurde keine Werbeanzeige gestattet. Warum also buckeln.

Mein Facebook und Googlewerbekonto wurden gesperrt. Trotzdem erhalte ich regelmäßig nervige Popups ob ich meinen neuesten Beitrag nicht bewerben will.

Ich hab es also bei normalen Posts belassen.

Dann kam es ganz dick.

Als kleiner Aromahersteller aus Österreich ohne Marketingfirma wird man nicht so schnell bekannt, auch wenn meine Aromen bei den Konsumenten beliebt sind.

Deshalb war ich sehr froh, dass ich mir immerhin 800 Follower für meine Nische erarbeiten konnte.

Wo? Auf Instagram, dass wie Whatsapp zu Facebook gehört.

Eines Tages dann der Schock.

Mein Instagramkonto wurde ohne Vorwarnung gesperrt.

800 Follower weg.

Nun nochmal fang ich mir die Arbeit natürlich nicht an. Ich habe zwar trotzdem zumindest wieder 100 Follower auf meinem neuen Account. Aber ich poste nicht mehr regelmäßig.

Es wäre einfach nur verlorene Liebesmüh.

Aber was bedeutet dass für andere. Auf Instagram, Facebook und Twitter fällt es immer mehr Leuten auf, dass Accounts von Dampfern (auch private) einfach gesperrt werden.

Menschen, die noch nie Follower gekauft haben, sondern sich mühsam mit echten Dampfern vernetzt haben, verlieren haufenweise Follower.

Je größer das eigene Netzwerk bereits war, wenn die Sperre kommt, desto schwerer wird es, dieses wieder aufzubauen.

Man kann sich nicht an jeden einzelnen erinnern.

Und die Hashtags sind auch immer wieder anders.

Ich könnte nun natürlich dazu aufrufen, dass wir uns einen gemeinsamen Hashtag aussuchen, der uns hilft uns immer wieder zu finden.

Aber es ist zwecklos, die Hashtags würden schnell von Bots missbraucht.

Plötzlich folgen wir irgendwelchen Botaccounts und werden selbst für Bots gehalten.

Das einzig sinnvolle ist zurück zu den Wurzeln.

Mit E-Mails und Lesezeichen.

Also mein Shop den findet ihr auf http://lilithskitchen.at

Schaut mal rein und macht euch ein Lesezeichen. Ich freue mich zwar über jeden der mit auf Instagram, Twitter und Facebook folgt, aber ich mache mich nicht länger davon abhängig.

Ja ich könnte euch jetzt auch ein dezentrales Netzwerk empfehlen.

Aber auch das ist im Endeffekt nur eine Blase wo nur ein Bruchteil der Leute sind.

Wir können nur hoffen, dass uns Uploadfilter und Co nicht noch weiter einschränken.

Aber ich habe keine Lust mehr mich durch soziale Netzwerke zu kämpfen.

Es muss auch so gehen.

Ja ich werde neue Produkte natürlich weiterhin posten, solange meine Account existieren.

Aber ich werde mich nicht mehr aktiv in diese Netzwerke einbringen.