Kommentar zu Pro und Contra 

Ich finde die Fragestellung suggestiv.

Man kann für strengere Asylverfahren sein, aber gegen Abschiebung in Kriegsgebiete. Die Menschenrechte stellen menschenwürdige Behandlung auch für Verbrecher sicher. Demzufolge wäre eine Abschiebung ins Kriegsgebiet nicht mit den Menschenrechten vereinbar.
Jedoch suggeriert die Politik nur 2 Möglichkeiten, wie schwarz und weiß. Es gibt nur Abschiebung oder konsequenzloses Hinnehmen der Ereignisse und das ist einfach nicht richtig.
Es gäbe viele Möglichkeiten mit kriminellen Asylwerbern umzugehen, abhängig von der Art der Kriminalität gibt es unterschiedliche Schlüsse zu ziehen.
So hässlich das Wort klingen mag, braucht es für Menschen die keinen Respekt vor Frauen haben und deshalb Gewalt gegen diese ausüben vielleicht Umerziehungslager. Wo diese nicht bloß Strafen absitzen sondern auch pädagogisch betreut lernen was die Errungenschaften der westlichen Welt sind und welche Vorteile es hat sich dieser Welt anzupassen.
Wir können nicht immer nur schimpfen über die mittelalterlichen Vorstellungen die manch einer vielleicht mitbringt (oder vielleicht auch manch hiesiger daran festhält), wir müssen aktiv etwas dagegen tun.
Bei uns durch Bildung und Hilfsangebote für unterdrückte Frauen wie Männer.
Und in den Ländern die der IS zu vereinnahmen versucht durch Entwicklungshilfe.
Nur muss diese effezienter werden. Das Ziel von Aufklärung kann zum Beispiel nicht sein, dass in China weibliche Föten abgetrieben werden.
Wir müssen aber auch lernen nach den Wertvorstellungen zu leben von denen wir meinen dass sie anderen fehlen.
Wenn wir Gleichheit von Mann und Frau predigen müssen wir diese auch vorleben. Das heißt auch das Familiengerichte in Sorgerechtsprozessen nicht mehr der Mutter automatisch den Vorzug geben dürfen.
Das heißt auch Bundesheer und Zivildienst für alle oder keinen.
Und vieles mehr.
Wer aus einem Land mit einer komplett anderen Kultur kommt muss sehr verwirrt sein von unserer.
Weil wir nur allzu oft Wasser predigen aber immer noch gerne den Wein trinken.
Ich kenne kaum ein Paar, dass wirklich gleichberechtigt und auf Augenhöhe agiert.
Mein Mann und ich werden oft kritisch beäugt weil wir auf einem Level miteinander agieren, der anderen kaum möglich scheint.

Vielleicht sind wir selbst gar nicht in der Lage, den Wertvorstellungen und der Kultur auf die wir so stolz sind, gerecht zu werden.

Für ein integratives Miteinander müssen vielleicht nicht nur die anderen etwas tun. Natürlich sollte man dankbar sein, wenn einem ein sicheres Land Zuflucht gewährt, aber die Integration kommt nicht von alleine. 

Und wenn wir kein respektvolles Miteinander vorleben, wie können wir es von anderen erwarten. 

Wenn wir kein Respekt vor Menschen haben nur weil sie woanders geboren wurden, wie können wir dann erwarten dass diese uns respektieren wie ihre eigenen Leute?

Das alles ist viel komplexer und auf lange Sicht können wir die Probleme nicht aussperren und Mauern aufziehen. Wir müssen uns damit auseinandersetzen.